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12. Thüringentag
vom 19. - 21.06.09 in Greiz

Websche-Zeitung.de berichtete:
Auf dem Thüringentag präsentieren sich Vereine und Unternehmen Thüringens. Am 12. Thüringentag (19.-21.06.2009) beteiligten sich auch Pfadfinderinnen und Pfadfinder des BdP - ein Standbetreiber berichtet:

Es ist 4:50 Uhr morgens. Mein Wecker klingelt. Ich schalte ihn aus. Als er sich ein zweites mal bei mir meldet - es ist Samstag, der 20.06.2009 - beginne ich mich zu fragen, ob irgendwas nicht in Ordnung sei. Nach etwa zwei Minuten fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen: Heute ist ja Thüringentag!
Ich und meine Kollegen sind Mitglieder des "Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) e.V." und beschritten am 20.06. um 6:00 Uhr zu dritt den Weg nach Greiz, um dort zum 12. Thüringentag die Pfadfinder und ihre Arbeit zu präsentieren. Schon in der Vorbereitung gingen uns zur Motivation abgewandelte Werbesprüche ála "Greiz ist Geil" über die Lippen. Der Aufbau unseres Informationsstandes nahm einige Zeit und Kreativität in Anspruch. Der uns zugewiesene Stellplatz war optisch sehr gut für uns geeignet, jedoch für die Besucher der Veranstaltung eher fern jeden Einblicks. So vergingen die ersten Stunden für uns nur im Schneckentempo und unser Stand veränderte sich von Stunde zu Stunde ein Stückchen mehr. Vielleicht lag es daran, dass die Jugend am Vormittag noch nicht ganz auf den Beinen war; unser Bastelangebot aus Tetra Packs individuelle und einzigartige Portemonaies zu basteln wurde jedenfalls nur von einer Dame wahrgenommen. Den Älteren Besuchern reichte es wohl aus sich an unserer Fotogalerie eine Gourmet-Portion optischen Genusses zu Gute kommen zu lassen. Als kurz nach Mittag ein weiterer Pfadfinder zur Unterstützung anreiste, bemerkten wir, dass die Leute unseren Stand mehr ins Auge nehmen, wenn niemand dahinter sitzt. Schließlich mag es auch niemand, wenn man einen Laden betritt und sofort ein junger Spunt mit einem grinsen bis über beide Ohren unbedingt seine Hilfe anbieten möchte und sich von dem Gedanken auch nicht abbringen lässt. Also sagten wir uns, dass auch ein Pfadfinder immer dazu lernt und unterstützten unsere Bastelecke, die langsam in Schwung zu kommen schien. Das schönste für einen Standbetreiber, der seinen Stand am äußersten Ende einer Veranstaltung plaziert hat, sind allerdings die lustigen Besucher, die man bei der Ruhe, die sich in solcher Lage bietet, viel mehr wahrnehmen kann. So meinte ein älterer Herr, als wir ihm unsere bezaubernde Pfadfinderin zeigten (er stellte die Frage, ob wir auch Mädchen bei uns hätten): "Ach ja, die Tragen jetzt ja auch alle Hosen." Ein weiterer Besucher unserer Bastelstraße ging auf die 30 zu und hatte sichtliche Schwierigkeiten sich seinen Geldbeutel nach seinem Geschmack zu gestalten. Nach etwa zehn Minuten gab er mit den Worten "So. Mir gefällts. Gleich noch Geld reintun." auf und suchte weitere fünf Minuten nach dem Inhalt für seinen neu erworbenen Geldspeicher. Da wir zu viert waren konnten wir uns in Zweier-Teams auch mal den Rest vom Gelände ansehen. Uns bot sich ein Schauspiel an Bratwurstständen, Bierwagen - ja sogar Getränkewagen mit hartem Alkohol (wo wir uns fragten, wer so früh Schnaps trinkt) - Menschen in Kostümen - hier gab es Pinguine und Comicfiguren - viele, viele Stände. Leider waren uns die Attraktionen, z.B. mit dem Kran über Greiz zu schweben oder an Seilen auf einem Trampolin herumzutollen, zu kostenintensiv. Bewundernswert waren die handgemachten Schnitzarbeiten, die an drei verschiedenen Orten angeboten wurden. Leider waren auch diese, fürs Auge sehr schönen Arbeiten, nicht ganz in unserem Budget eingerechnet. Lustig war die Spielstraße, die mit vielen verschiedenen Geräten viel Spaß mitbrachte. Vom Programm, dass auf den Bühnen stattfand, konnten wir leider nicht allzu viel mitbekommen. Zurück an unserem Präsentationsstand. Hier warteten schon viele Leute darauf, sich eines unserer coolen Portemonaies zu basteln.

Gegen 20:30 Uhr begannen wir, unseren Stand abzubauen. Als wir 21:36 Uhr wieder in Richtung Heimat starteten, freuten wir uns schon auf ein Wiedersehen mit den anderen Pfadfindern (wir hatten mehrere Aktionen abzudecken und trafen uns an einem Punkt wieder um gemütlich noch ein bisschen zusammen zu sitzen). Leider hatten wir uns da zu früh gefreut. Wenn man sich mit einem 20jährigen Auto auf die Reise begibt, kann es schonmal passieren, dass man unterwegs das Kühlwasser auffüllen muss. Und bei älteren Autos ist das gar nicht mal so einfach. So mussten wir des nachts den halben Wagen leer räumen, um an die Wassereinfüllvorrichtung ranzukommen. Gegen Mitternacht sind wir endlich in der Heimat angekommen. Trotz allem Unheil war es ein schöner und lustiger Tag. Jeder, der in einem Verein tätig ist, wird mir zustimmen, dass eine solche Veranstaltung sehr lustig werden kann - auch wenn es offiziell so erscheint, als stände man den ganzen Tag gelangweilt hinter so einem Tisch und versucht jedem, halbwegs interessiert schauenden Menschen, seine Werte aufzuzwingen. Aber nicht mit den Pfadfindern!