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Bundesfahrt Slowenien
vom 10.07. bis 02.08.2004

Am 10.Juli 2004 hat sich eine Gruppe hochmotivierter thüringer Pfadfinder auf den Weg nach Bled (Slowenien) gemacht! Schon die Busfahrt war ein aufregendes Abenteuer, weil wir mit den Berlinern und Sachsen unterwegs waren! Nach einer 14-stündigen Busfahrt sind wir an unserem Ziel und unserem Startpunkt angekommen. Es hat geschüttet wie aus Regentonnen (keine Eimer mehr), sollte dies etwa ein Omen für den weiteren Fahrtenverlauf werden?! Wir beschlossen als einzige Gruppe uns mutig dem Regen zu stellen und unseren Weg zu beginnen (typisch LV- THÜRINGEN!!!!!!).

Durchnässt von des Himmels Ergüssen schlugen wir bei anhaltendem Regen unsere Kothe in der Nähe von Bled auf, um daraufhin zu bemerken, dass wir auf Grund der Tatsache, dass Sonntag war und wir außerdem kein Geld hatten, nichts zu Essen hatten! Doch der Güte einer anonymen Spenderin mussten wir doch nicht verhungern. Im Laufe des Abends lies der Regen nach, sodass wir beruhigt schlafen konnten. In der Kothe gab es etwas Platzmangel, warum nur? Am nächsten Morgen trafen wir auf eine andere Pfadfindergruppe, die sich ganz in unserer Nähe niedergelassen hatte. Also beschlossen wir, noch einen Tag hier zu bleiben und unsere Sachen in der nun strahlenden Sonne zu trocknen. Auch die nächsten Tage waren mehr oder weniger ereignislos mit Laufen ausgefüllt, bis wir wiederum bei starkem Regen auf die Pfadfinder trafen, die wir einige Tage zuvor kennen gelernt haben. Auf der Suche nach einer trockenen Unterkunft fanden wir schließlich einen Bauern, der bereit war uns in einem baufälligen Haus schlafen zu lassen. Außerdem durften wir unsere Sachen in seinem Heizungsraum trocknen.
Am nächsten Morgen der Schock!!!! Rudi konnte sich nicht mehr bewegen! Der unsoziale Bauernsohn wollte uns nicht bei ihm telefonieren lassen! Also mussten wir selbst Geld ausgeben, um den großartigen Lagerarzt Eule zu erreichen. Dieser jedoch meinte, Rudi sollte sich einen Tag ausruhen. Wir blieben also noch einen Tag dort! Am Abend ging es Rudi wieder besser und wir trafen uns mit der Dorfjugend, die uns viel über ihr Land erzählte. Den nächsten Morgen konnten wir weiter laufen, bis zu einem Bach, in dem wir das erste Mal unsere Sachen waschen konnten.
Die nächsten 3 Tage verbrachten wir damit nach Lublijana zu wandern. Dort blieben wir aber nicht allzu lange. Die Chancen einen Schlafplatz im Zentrum zu finden waren uns eindeutig zu gering. Wir fanden aber doch noch eine ältere Dame, die uns auf einer Wiese ihres Bauernhofes übernachten lies.Der nächste Tag begann nervenaufreibend, als Rudi umkippte und dabei dem Tod gerade noch so von der Schippe springen konnte. Die nette Oma, bei der wir nächtigten, fuhr uns ins Krankenhaus, wo Rudi von den Teamern abgeholt wurde. Wir mussten nun unsere Fahrt ohne ihn (also 6 Leute) verbringen. Wir blieben nun noch eine Nacht dort, weil es zu spät war, um noch weiter zu laufen. Am Abend wollten wir zu einem nahe gelegenem Sportplatz, um interkulturelle Gespräche zu führen.
Plötzlich verschwanden aber alle, um angeblich noch ein paar Freunde abzuholen. Da gab uns ein Junge jedoch den Tipp, dass sie uns eventuell ausrauben wollten. Auf Grund der Tatsache, dass wir ihnen dummerweise gesagt hatten, wo wir unser Lager aufgeschlagen hatten machten wir uns sofort auf den Weg. Und wirklich, wir sahen 5 Jugendliche, wie sie in unseren Sachen rumwühlten. Wir konnten sie zu fünft, Anna blieb lieber weg, einkreisen und überwältigen. Einer wollte jedoch wegrennen und Markus rannte ihm hinterher, verlor ihn aber. Wir stellten fest, dass viele Sachen (Handys, Diskman und Kleinkram) fehlten. Die Dame, bei der wir schliefen rief sofort die Polizei und unsere Sachen fanden wir dann später verstreut auf einer Wiese.
Nach dieser nervenaufreibenden Nacht kam ein wunderbarer Morgen: Wir konnten uns endlich mit einem Gartenschlauch duschen!!!!! Die folgenden Tage blieben dabei, das wir nach Potpec liefen. Wir schliefen an einem See nahe Potpec. Als wir aufwachten war die ganze Wiese voll Leute. Wir beschlossen erst einmal richtig im See zu baden, weil geniales Sommerwetter war. Schon wieder ein verletzter: Hoschie blieb mit dem Fuß in einem Loch des Stegs stecken und sein Fuß schwoll so sehr an, das er nicht weiterlaufen konnte. Wir verbrachten leider noch einen Tag am See. Plötzlich kam ein Sturm auf und wir bauten in Rekordzeit (8 Minuten) bei starkem Sturm unsere DREIBEIN KOHTE auf! Doch die Familie eines Mädchens, welches wir am SEE kennen gelernt hatten, lud uns zu sich nach Hause ein und wir konnten doch noch trocken schlafen und Hoschie gefiel das sehr, weil er nicht laufen musste. Nach überstandener Nacht fuhr uns die Familie zum See und wir bauten unsere Kothe ab. Das Wetter hatte sich zum Glück gebessert. Wir konnten der Familie nicht ausreden, dass sie uns nach Cerknica, wo das Endlager war, fuhr. Wir waren also 3 Tage zu früh an unserem Ziel. Bei einer netten Familie durften wir in ihrem Garten diese 3 Tage verbringen, der Garten war übrigens an einem Hang! Das erste was wir taten war, Rudi gegen Hoschie im Endlager zu tauschen. Wir hatten also unseren Rudi wieder und Hoschie war im Endlager! Am Abend schliefen wir gut ein, weil wir unser Ziel erreicht hatten.

Der nächste Tag war richtig gut zum Ausspannen! Wir lagen in der Sonne oder spielten Karten. Am Abend beschlossen wir uns etwas Gutes zu tun und gingen Pizza essen. Voll bis oben hin gingen wir den steilen Berg zu unserem Schlafplatz zurück. Wir mussten auf dem Weg aber einige Pausen machen. Bei der Familie angekommen lud uns diese noch zur Grillparty ein! Aus Höfflichkeit aßen wir noch etwas. Hätten wir das gewusst, hätten wir keine Pizza gegessen! Rudi bekam dies nämlich nicht gut!
Am Lager angekommen bauten wir eine Zweibeinkothe auf. Michi war "Fahrtengruppenbeauftragter für kulinarische Angelegenheiten" und er machte seinen Job nicht schlecht. Danke! Das Endlager war einfach nur spitze und wir möchten auch nicht viel dazu sagen. Auch das Programm war einfach nur genial! Es gab verschiedene Workshops (u.a. Brückenbau und Herstellung von Bannern) und viel Freizeit.
Ja dann waren die 3 Wochen auch schon vorbei und wir mussten leider nach Hause fahren. Die Bundesfahrt war gelungen und wir hatten viel Spaß.Mit Sehnsucht denken wir an diese Fahrt zurück

Gut Pfad!
Michi und Rudi