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Schlauchboottour
vom 21. - 23.04.2006
auf der Unstrut

Nach einem etwas chaotischen Start in dieses Wochenende, ging's endlich mit zwei fast funktionstüchtigen Schlauchbooten los nach Nebra. Die letzten unserer Bootstourteilnehmer kamen gegen 22 Uhr am gewünschten Ziel an. In Nebra neben "Nebranischen" Bienen direkt an der Unstrut bauten wir unsere Jurte auf. Markus erzählte uns voller Entsetzen, er habe seine Maultaschen verloren. Hungern? Nein, er fand sie wieder und auch die anderen Teilnehmer brachten zum abendlichen Schmaus leckere Nahrungsmittel mit. Rolf sorgte trotz kaputter Schulter für ein wärmendes Feuer und die anderen musizierenden indes fleißig in der Jurte. Markus erleichterte uns das Einschlafen mit einer tollen Geisterschiffstory, die leider keiner bis zu Ende geschafft hat. Somit ging's am Samstag frisch und munter zur Unstrut. Das Aufpumpen der Boote erwies sich doch als langwierig und kompliziert, da unsere Pumpen erneuerungsbedürftig sind. Nach fast einer Stunde "sinnvollen" Tretens der Pumpen, kam Rolf auf die super Idee, eine Mülltüte als Luftsack zu verwenden. Staunend standen die restlichen Pfadfinder herum und freuten sich auf die füllenden Boote. Nach zwei Stunden war es endlich vollbracht. Alles wasserdicht verpackt und auf die beiden Boote geladen. 10 Uhr war hier in Nebra "Anpaddeln" vom Kanuverein. Wir hatten schon die Befürchtung, es könnte eng werden. Doch leider fanden wir kaum Gesellschaft auf der Unstrut. Somit "paddelten" wir auf dem "reisenden" Fluss den halben Tag dahin. Unterwegs trafen wir viele Vögel, Angler und Baumhäuser. Bis auf wenig nasse Füße erfreuten sich bis dahin alle an der Bootstour. Gegen 16.30 Uhr trafen wir am ersten Wehr ein. Das kleinere Boot wurde von Lüder und Stefan durch die Schleuse gelotst, das größere sollte vom Rest übers Wehr gefahren werden. Doch beim Start Richtung Wehr begann es kräftig zu hageln und regnen. Der Wind trieb uns die Unstrut zurück, so dass wir anlegten und beim netten Schleusenwart eine kleine Pause an seiner Heizung einlegten. Der "tapfere Wachhund" verzog sich schnell auf seine Decke :-)
Nach 10 Minuten ging's auch schon weiter. Das Wehr ganz passabel überwunden, fanden wir unsere beiden Schleusenmänner wieder an einer Brücke. Auch sie hatten mehr feuchten Stoff am Körper als angenehm war. Lüder wollte unbedingt erfahren, wie es sich anfühlt, wenn man mit nackten Füßen über einen spitzen Stein rutscht. Schöner Schnitt. Lüder unterzog sich gleich einer Behandlung bei unserem "sanften" Dr. Markus (rubbel, schrupp, abschneid, quetsch...). Trotz der nochmal kurz erscheinenden Sonne am Himmel (die andere saß durchnässt im Boot), wurde es langsam kühl mit den nassen Klamotten. Kurz vor Laucha suchten wir uns ein Plätzchen zum Übernachten. Schnell gefunden, liefen Nunu und Sonne los, die Autos mit den Essensvorräten zu holen. Leicht gesagt, schwer getan. Nach einem guten Marsch über ein "Reisfeld", durch eine altes Gewerbegebiet und dann die Hauptstrasse entlang, hatten sie das Glück Stück für Stück (trampen funktioniert hier nur jeweils bis zum nächsten Dorf) sich dem Auto zu nähern. In der Zeit bauten die anderen tapfer die Jurte auf, besorgten Holz, um die durchnässten Schuhe und Klamotten zu trocknen. Nach 1,5 Stunden erreichten Nunu und Sonne endlich (leider ohne die Essensvorräte, denn diese waren im Bus und keiner von beiden hatte den Schlüssel dazu eingepackt) mit dem ersten Auto das Ziel. Schnell waren die weiteren Autos nachgeholt und endlich ging's ans Essen kochen. Eine Geschichte gab es an diesem Abend nicht mehr (Markus schlief schon wieder), dafür versuchte sich Mario an der Gitarre. Am nächsten Morgen waren die Sachen recht schnell eingepackt und die Autos schon an unserem Ankunftsziel abgestellt, so dass die letzten Meter bis zum Lauchaer Wehr schnell mit dem Boot überwunden wurden. Dort im schönsten Sonnenschein angekommen, trockneten wir Zelt und Boote und machten uns auf den Heimweg.
Allen hat das Wochenende großen Spaß gemacht. Schade, dass so viel Zeit für Vorbereitungen und Sachenpacken verloren ging. Ein Stück hätten wir gern weitergepaddelt. Wir bedanken uns besonders bei Lüder und Nunu, die sich um Material, Einkauf und alles weitere gekümmert haben. Es war prima und wir freuen uns auf weitere Aktionen mit euch.

Eine Gute Fahrt
Die Bootsfahrer