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Großfahrt Lettland
vom 22.07. bis 04.08.06

Unter dem Motto "Alles bekommt Füße" gingen Thüringer Pfadfinder sowie der Stamm Heilig Geist aus Dinslaken in Lettland 2 Wochen auf Fahrt. 6 Fahrtengruppen begleitet von lettischen Pfadfindern erkundeten das Land in zwei Fahrtenblocks.

Das Wochenende zwischen den Fahrten stand ganz im Zeichen des Internationalen. Vorstellung der Pfadfinderei, Spiele und Gespräche mit der lettischen Gruppe aus Valmiera standen auf dem Programm. Eine Lichtspur durfte nicht fehlen. Im zweiten Fahrtenblock entstanden ungeahnte neue Fahrtengruppen, Freundschaften wurden geschlossen und Dinge bekamen "Füße", die nicht auf Fahrt gehen sollten. Bis auf kurze Bauchweh- und Übelkeitsausfälle, gab es keine Hindernisse, um diese 2 Wochen zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Um einen kleinen Einblick zu erhalten, hier kurze Auszüge aus den Fahrtenbüchern:

Fahrtengruppe Sonderzug
Der dritte Tag unserer Fahrt sollte uns an die Grenze des Landes und darüber hinaus führen. Gestärkt durch ein Frühstück machten wir uns -diesmal mit dem Bus- auf nach Ainuži. Angekommen in dieser "riesigen" Stadt, machten wir erst einmal den Marktplatz, bestehend aus zwei Gaststätten, der Bushaltestelle und einem Lebensmittelmarkt, unsicher. Der Dorfplatz von Kornhochheim kann hier mithalten. Auf einer riesigen Allee ging es weiter zu einem ehemaligen Leuchtturm, der uns den Weg zu einem Schifffahrtsmuseum wies. Hier erfuhren wir etwas über die Schifffahrt an der Ostsee im Allgemeinen und über das Schifffahrtswesen in Lettland im Besonderen. Mit diesen Erkenntnissen gespickt, ging es weiter in Richtung Estische Grenze...

Fahrtengruppe Heilig Geist
Heute sind wir richtig viel gewandert. Auch wenn die Leiter meinten, die Tour wäre "lahmarschig". Aber nach 20 km hatte ich immerhin 9 Blasen an den Füßen von der "lahmarschigen" Tour. Am Anfang waren wir in der Tat langsam und starteten um 12 Uhr. Doch bis zum Abend sollten wir in Sigulda sein. Um rechtzeitig in Sigulda zu sein, legten wir einen Endsport ein. Wir rasten mit unseren Rucksäcken auf dem Rücken los. Leider war der Weg etwas zu schmal und so kam es, dass Rick über Mümmels Bein stolperte und in den Graben kullerte.Rick hatte sich aber nicht ernsthaft verletzt und alle nach einem Lachkrampf weiter wanderten. Gegen 21 Uhr erreichten wir endlich Sigulda. Doch wir mussten ja noch einen Zeltplatz finden. Zum Zeltplatz mussten wir insgesamt 1001 Stufen wandern! Als wir dort angekommen waren, konnten wir alle nicht mehr und beschlossen, keine Kohten mehr aufzubauen. Als es dunkel war, gab es endlich essen! Ich war total ausgehungert. Müde fielen wir in unsere Schlafsäcke und bekamen die Geschichte, die Markus uns vorlas, nur halb mit!

Fahrtengruppe Iltis
Kurz vor 12 Uhr haben wir uns auf den Weg nach Valmiera gemacht. Wir fuhren mit dem Bus durch Städte wie Limbaži, Olini und Umurga. Dann haben wir gegen 14 Uhr unser erstes Ziel Valmiera erreicht. So gegen 15.30 Uhr gingen wir los Richtung Burtnieki und Masalaca. Kurz nach 5 Uhr haben wir eine Pause an einem Bauernhof gemacht. Wir sind einige Stunden gelaufen bis wir in einem 800 bis 1000 Einwohnerdorf namens Matiši angekommen sind. Nach einiger Zeit kamen ein paar Jugendliche, mit denen wir uns dort gut verstanden haben und den Abend mit ihnen verbracht haben.

Fahrtengruppe Turmfalken
Es warteten knapp 13 km auf uns, um den nächsten Lagerplatz zu erreichen. Die Wege waren ein Wechselspiel der Gefühle. Von 10 cm aufgetürmten Sandwegen, über Kies- und Betonwege und glücklicherweise auch ab und zu Waldboden, war alles dabei. Grashüpfer machte ihren Namen auch alle Ehre. Sie sprang nah knapp 10 km mit ihrem gewichtigen Rucksack in der vordersten Reihe der Gruppe herum, als hätte sie ein ganzer Bienenschwarm verfolgt. Was für eine Kondition! Nach mehreren pausen und fix und fertig kamen wir 8 km vor Cesis bei unserem Schlafplatz an. Lust, eine Kohte aufzubauen, hatte keiner mehr, so legten wir uns am knisternden Feuer schlafen. Unsere lettischen Scouts, die mit einem Igluzelt mit uns unterwegs waren, warnten uns vor langen Fingern auf diesem Platz, da gleich eine Straße um die Ecke war. Also holten wir unser Gepäck an den Mann und schliefen unter dem Sternenhimmel ein.

Fahrtengruppe Schoschonen
Die Gemeinschaft wurde in eine langsamere und eine schnellere Gruppe aufgeteilt. Ein Junge namens "Schnubbi" (was für ein Name?) hatte die Karte und lief vornweg. Für die Hinteren wurden Pfeile u.a. diverse Zeichen als Wegzeichen hinterlassen. Nach einer Stunde wurde der Abstand zwischen den Gruppen größer. Schnubbi meinte nun aller 5 min, dass wir schon viel weiter sein müssten, dass die Karte falsch wäre und dass das alles nicht mit rechten Dingen zugeht. Gabi maß den Weg auf der Karte nochmal ab. Die Jungs hatten sich total verrechnet, denn ihre Strecke für den ersten Tag betrug 30 km. Trotzdem verstrich die Zeit viel zu schnell. Wir liefen in ´nem Karacho Tempo und hatten laut Karte in 3 h erst 10 km (wenn überhaupt) zurückgelegt. Also schnell weiter...