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Kreativ-WE
vom 11. bis 13.11.2005
auf Burg Heldrungen

Dieses Jahr sollte ein neuer Anstoß in die Pfadfinderarbeit gegeben werden. Neue wie auch altbekannte kreative Handwerke wollten wir ins Leben rufen und unseren Pfadfindern näher bringen. Gäste aus den angrenzenten Bundesländern sowie Pfadfinderverbände unserer Ringe wurden eingeladen.Unterstützt wurden wir dabei von der Stiftung Pfadfinden. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle!
Was genau ist denn nun an diesem Wochenende auf einer mittelalterlichen Festung in Thüringen passiert?
Eine ganze Menge! Am Freitag trafen die Gruppen bis 20 Uhr in der Burg ein. Die Zimmer wurden besetzt und das Gelände und die Jugendherberge erkundet. Nach einem stärkenden Abendessen eröffneten Markus (LB Ranger/ Rover) und Sonne (LB Pfadfinder) gemeinsam das Wochenende. Anschließend stellten die Workshopleiter ihr Angebot vor.

Anja Kröner bot uns dieses Jahr etwas ganz Handfertiges: Korbflechten. Mit Peddigrohr in verschiedenen Stärken, die vor dem Flechten in Wasser eingelegt werden mussten, ging es an die Körbe. Schon noch einiger Zeit schmerzten die Finger, aber wie Anja so schön am Ende sagte: "Es macht fast süchtig". Viele Pfadfinder flechteten bis spät in die Nachtstunden an Obst- und Brotschalen, Schmuckdosen, Flaschenbehältern, Untersetzern und vielem mehr.
Markus kommt aus einer Familie mit Erfahrung in der Fotografie. Dieses wollte er gern den Pfadfindern näher bringen und bot einen Fotografie- und Entwicklungsworkshop an. Zu Beginn hieß es, sich mit der Technik der Kamera auseinandersetzen, Motive rund um die Burg zu wählen und sich einfach auszuprobieren. Voller Begeisterung stürmeten die Workshopteilnehmer los. Am Nachmittag wurden auch bis spät in den Abend viele Stunden im Gruselkeller zugebracht. Kurzerhand bauten sie diesen in ein Fotolabor um und versuchten sich in der Entwicklung der Fotos. Eine sehr langwierige, dunkle und präzise Arbeit, die auch noch Zeit am Sonntag Morgen einnahm.
Lüder, der in der Gitarrenrunde vom Stamm Columbus sehr aktiv ist, möchte gern die Pfadfinder zu mehr musischer Arbeit anregen und bot einen Java-Gitarrenbau-Workshop an. Aus Keksdosen, Gießkannen und Holzkisten schufen die Teilnehmer funktionstüchtige Alternativgitarren und studierten gemeinsam ein Meisterstück ein. Auch Rasseln wurden gebaut.
Dank der finanziellen Unterstützung der Stiftung wurde uns ermöglicht, eine Referentin einzuladen, die uns Buntglaslöten beibrachte. Ein Workshop, der Brandblasen und Schnitte beinhaltete, die die Teilnehmer für ihr Endresultat jedoch gern in Kauf nahmen. Glas wurde geschnitten, die Formen mit Kupferband umwickelt und anschließend mit Zinn zusammengelötet. Eine heiße und scharfe Angelegenheit, aber auch ein neuer Impuls und eine neue Idee für Sippenstunden oder Rundenarbeit. Auch an Christine ein herzliches Dankeschön für das Angebot!

Samstag Abend gab es einen kleinen Nachtausflug. Nils wurde entführt und mußte befreit werden. Aber wo war er nur. Eine Festung ist ganz schön groß. Nach fast einer Stunde konnte Nils wieder wohlbehalten aufgefunden werden. Sonntag Morgen wollten wir die Burg auch im Hellen etwas näher kennen lernen. Ein Burgspiel wurde schnell aus der Tasche gezaubert. Unterstützt hat uns dabei die Fotogruppe. Sie schoß Fotos von verschiedenen Plätzen in der Festung und entwickelte sie in den Abendstunden schnell für uns. Nun hieß es für die Gruppen, Fragen zur Burg beantworten, den Grundriß zeichnen, Räume zählen und versteckte Ecken suchen. Alle Gruppen haben sich sehr bemüht und die meisten Fragen und Aufgaben richtig gelöst. Nicht schlecht, unsere Pfadfinder!
Sonntag blieb den Teilnehmern noch einmal ein bißchen Zeit, ihre Workshops zu beenden und eine kleine Präsentation vorzubereiten. Die Fotogruppe lud uns zu einer Vernissage ein, die Korbflechter stellten ihre Stücke aus, die Glaslötgruppe bereitete eine Ausstellung vor und die Gitarrenbauer gaben ein kleines Konzert zum Besten. Ein sehr schöner Abschluss, nicht zu vergessen die Thüringer Klöße zum Mittag.
Wir bedanken uns bei den Herbergsleuten für die umkomplizierte Unterstützung und hoffen, dass das Interesse an musischer Arbeit durch solche interessanten Ideen in den Stämmen wächst und die Gruppen aller Stufen sich zukünftig weiter damit auseinandersetzen und ihre Gruppenstunden musisch bereichern.

Markus und Sonne

Mehr Fotos findet Ihr in der Bildergalerie!