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Komm in Bewegung
am 27.09.08 in Erfurt


Am Samstag, dem 27. September 2008, trafen sich 17 Pfadfinder aus Thüringen, vorm Bahnhof sowie am Anger, um zu demonstrieren. Auf Plakaten wurden ganz eigenwillige Forderungen erhoben: "Pornos im Kika" , "Kinderarbeit auch in Deutschland", "Brügellstrafe für Streber" oder "Schnaps auf dem Schulhof". Ahnungslosen Touristen drohten die Pfadfinder in Erpresserbriefen: "Komm in Bewegung - sonst versuch ich mich als Superstar!"

Hinter der Aktion steckt die Kampagne "Komm in Bewegung" der Stiftung Pfadfinden, welche wir, als Landesverband Thüringen, unterstützten. Die Stiftung hat den Aktionstag mit - natürlich ehrenamtlicher - Hilfe der renommierten Werbeagentur JWT in Frankfurt am Main sowie Studierenden der Universität Mannheim und des Instituts für Interaktive Medien der dortigen Hochschule für Technik und Gestaltung organisiert. Ziel der Aktionen war es, die Aufmerksamkeit für Pfadfinderarbeit zu erhöhen und Stifter bzw. Spender für die "Stiftung Pfadfinden" zu gewinnen.

Freitag Abend trafen wir uns im Erfurter Stammesheim, um die Plakate zu gestalten. Anschließend besprachen wir den Ablauf des nächsten Tages und übten mit den Pfadfindern, wie eine Demonstration abläuft, was wir rufen, wie "reiche" und interessierte Menschen aussehen, da diese ganz besonders unsere Zielgruppe waren. Mit viel Spaß haben wir bis fast Mitternacht Ideen gesponnen. Samstag ging es dann schon sehr zeitig los. Wir haben von der Stadt Erfurt nur zwei Zeiten genehmigt bekommen und die erste war von 9 bis 10 Uhr rund um den Bahnhof. Gesagt, getan starteten wir nach leckerem Milchreis zum Bahnhof. Nebel und frostige Temperaturen warteten auf uns. Jedoch ließ das unserer Kreativität und Freude nicht stoppen. Mit coolen Sprüchen ging es auf die Erfurter Bevölkerung los. Recht großes Interesse kam uns entgegen, womit wir gar nicht gerechnet hatten.

Nach einer actionreichen Stunde, teilten wir uns in Kleingruppen auf und verteilten "Erpresserbriefe" an Touristen und im Villenviertel sowie vor gehobneren Geschäften. In den Briefen stand z.B. "Zahle sofort 500 Euro oder ich bekomme Essstörungen und versuche mich als nächstes Supermodell." Ganz schön erregt reagierte darauf die Bevölkerung. Aber das wollten wir ja auch, denn dann gab es von den Pfadfindern das Bekennerschreiben gereicht und Friede kehrte wieder ein.
Am Nachmittag demonstrierten wir von 15 bis 16 Uhr auf dem Anger. Da waren tausende Menschen unterwegs und wir mittendrin. Verschiedene Reaktionen wurden uns entgegen gebracht: Unmissverständnis, Neugier, Empörung, Freude, Zustimmung. Von allen war etwas dabei. Viele Passanten besuchten durch unsere heftigen Sprüche den Informationsstand, um nachzuforschen, was kleine Kinder mit solchen Plakaten in der Hand bedeuten. Die Aufmerksamkeit war auf jeden Fall auf unserer Seite.
Für diese echt spaßige Aktion, möchten wir uns bei der Stiftung und besonders bei Peter und Peter bedanken. Wir hoffen, dass auch finanziell sich diese Aktion gelohnt hat.

Mehr Fotos findet ihr in der Galerie.